Freitag, 7. Dezember 2012

Wirtschaft, Konsum, Konjunktur und Neues Denken

Privater Konsum ist der Grundpfeiler der westlichen Wirtschaftswelt, vor allem in den USA und auch bei uns in Deutschland. Wenn aber von allen Seiten die Forderung nach Veränderung beim Konsumenten die Rede ist, um dem Klimawandel, Ressourcenkrise oder Energieengpass z.B durch Peak Oil zu begegnen, sollte dieser Umstand näher betrachtet werden. Das Wirtschaftssystem und Wachstum ist also vom privaten Konsum abhängig, jedenfalls zu den aktuellen Parametern der geopolitischen Verhältnisse und Machtkonzentration der wichtigsten Nationen. Auf der anderen Seite führt der wachsende Wertewandel in der Bevölkerung aber genau in die entgegengesetzte Richtung: Weniger ist Mehr! Nachhaltiger Konsum und Lifestyle, energiesparende Massnahmen, alternative Mobilität und ökologische Agrarwirtschaft.



Kann man dann den "Lippenbekenntnissen" oder "Greenwashing" unserer Eliten wirklich glauben: Regierungsstellen, Wissenschaft oder Wirtschaftsführer? Es klingt alles plausibel, aber wer ist wirklich glaubwürdig.

Es ist auch zu beobachten, dass Beratungsunternehmen, Industrie und Kapazitäten aller Gebiete genau an der Stelle ihr Engagement einschränken, an der die eigene Wirtschaftlichkeit oder Gewinnmaximierung nicht mehr gegeben ist. D.h. entweder wenn Kostendeckung erreicht ist, oder sogar Gewinne, aber keine Steigerung mehr sichtbar wird, dann hört Engagement meist auf.

Dann wiederum gibt es eine wachsende Schicht von Menschen, Social Business Unternehmen, Social Entrepreneurs oder einfach verantwortlich handelnde Personen, die neue Wege einschlagen und ihrem inneren Ruf folgend Dinge in die Hand nehmen, die getan werden müssen, ohne zu fragen ob Sicherheiten da sind oder abgsicherte Investitionen. Und diese Entwicklung findet jetzt schon statt, in der Öffentlichkeit noch kaum wahrgenommen, in der Mitte unserer Gesellschaft. Und dabei gibt es kaum Unterstützung, viel Gegenwind und das in allen Schichten und auf allen Qualifizierungs-Ebenen.
Denn wenn wir warten wollten auf unsere Elite, oder bis wir einen Doktortitel innehaben, die Regierung oder Wissenschaft ihr O.K. gibt, oder sonstige Vorraussetzungen, kommen wir nicht heraus aus dem Dickicht des verhärteten Systems. Viele Akteure haben sich auf den Weg gemacht, ihre Karriere abgebrochen, Quereinsteiger, Querdenker und selbstverantwortliche Menschen wie du und ich. Die Eliten fördern noch das "alte "Denken und Handeln" kaum Vor- oder Querdenker. Dieser Wandel ist inzwischen gesehen und akzeptiert, die Umsetzung ist im Gange und hier werden die Karten neu gemischt, Bestandsverhältnisse lösen sich langsam auf und eine neue, hoffentlich gerechtere Weltordnung ist auf dem Weg.

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