Dienstag, 19. Juni 2012

CSR und Berater des alten Denkens

Anlässlich der "Woche der Umwelt" in Berlin (www.woche-der-umwelt.de) wurde das Changemaker Manifest der Online-Plattform utopia zur kritischen Diskussison gestellt. Dabei wurde wieder einmal deutlich, wie altes Denken wirkt und aus dieser Sichtweise durch die alte Brille Wahrheit und Mythos durcheinandergebracht wird. Sowohl was utopia betrifft, die keine LOHAS darstellen und die Bezeichnung nur in der Presse strategisch dulden (Bekanntheit des Namings LOHAS nutzen), als auch die teils berechtigten Argumente des hier zur Sprache gebrachten strategischen Beratungsunternehmens. Das neue Denken beruht eben nicht mehr auf messen, wiegen und scheinbare bisher gültige Realität, da ein globaler Paradigmawandel im Gange ist. Das hat sich die letzten Jahren durch unzählige Belege gezeigt, da nichts mehr vor Veränderung sicher ist. Warum der Berateransatz ebenso verzerrt ist, wie dessen Argumente gegen nachhaltige Unternehmen und Akteure wird offensichtlich, wenn man folgenden Vorgang betrachtet: Die Berater werfen alles bis auf altgediente Messverfahren vom nachhaltigen Thron und erdreisten sich, oder erkennen eben nicht, dass sie sich selbst darauf setzen, um das dann "Klartext und Enttabuisierung" zu nennen. Dieses Vorgehen und Sichtweise muss aber ebenfalls hinterfragt werden und lässt nur einen Schluss zu: strategische Rethorik zur eigenen Geschäftsentwicklung. Aus Richtung des alten Denkens gibt es wohl "noch" genügend Klientel, dieser Berateransatz aber der Notwendigkeit der Stunde und dem Thema Nachhaltigkeit in keiner Weise dient. Das Neue ist Unbekannt und noch nicht erprobt - Fehler sind erlaubt und der Umgang damit gerade für die deutsche Mentalität unbequem.
Doch lesen sie selbst: Das Märchen utopia und der naive Kult um CSR - PDF

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