Dienstag, 2. Februar 2010

Konsum + Finanzwirtschaft

karmakonsum

Wir haben nicht nur ein Problem: Die Finanzwelt ist abhängig von Binnenmärkten, sprich Konsum. Die Parameter der Umweltkrisen mit Klima + Ressourcen aber verweisen unsere Lebensstile zur Nachhaltigkeit > Weniger ist Mehr. Nun lautet die Frage, welchen Weg unsere Eliten mit welcher Wirtschaftsordnung verfolgen? Eigentlich treffen sich hier zwei entgegengesetzte Strömungen:
Konsum soll die Finanzmärkte stützen, dazu muss der Konsum wachsen, auf der anderen Seite lautet die Parole Nachhaltigkeit, was die bisherigen Lebensstilgewohnheiten zur Mässigung und Einsparungen auffordert: Wie soll man der Rhetorik der Politik und Wissenschaft zur Nachhaltikgeit glauben schenken in dieser Pattsituation? Leider sind auch unsere Warenströme und Produktionsmethoden nicht diesen neuen Anforderungen entsprechend angepasst.
Und in den Köpfen der Konsumgesellschaft ist lange genug eingetrichtert worden: Kaufen, kaufen, kaufen. PR und Werbeindustrie hat die letzten Jahrzehnte ganze Arbeit geleistet, aber bietet sich hier ganz frech an, wieder alles zur Nachhaltigkeit justieren zu können für ihre Auftraggeber, der Industrie und Wirtschaft. Dabei tauschen manche Wölfe ihr Fell gegen Schafspelze ein und ehemalige Werber treiben den ethischen Markt strategisch voran: Aus Überzeugung oder Gelegenheit? Alles ist möglich...

„Im Lifestyle-Kapitalismus ist der Stil eines Menschen, seine Identität, unmittelbar verbunden mit den Dingen, die er konsumiert“, schreibt der Journalist Robert Misik. Wir kaufen nicht nur Dinge, sondern Sinn. Wenn das stimmt, dann hinterlässt die Forderung nach Konsumverzicht eine identitäre Leerstelle. > Konsumkritik

Strategie aber zeigt sich immer neutral (nennt sich gerne vernünftig), was widerum stets nur dem vorherrschenden Wirtschaftssystem und eigene Vorteile folgt. Jetzt zeigt sich ein Wandel, der komplexer kaum sein könnte und auf vielen Ebenen nun Auswirkungen zeigt, die der Bevölkerung nur sehr langsam deutlich werden. Wie können wir den Konsumenten zu Einsichten (nur dies ist "nachhaltig") verhelfen und nicht nur Verhalten vorschreiben? Dazu ist Vertrauen notwendig, und genau dieses wurde verspielt, und kann nicht so schnell wieder erlangt noch erkauft werden über Werbe-Kampagnen oder PR > Greenwashing. Da müssen authentische Führerschaft und Fakten her, was Zeit benötigt.
Wir konsumieren unsere Lebensgrundlage:
Eine Gesellschaft die über längere Zeit die Kapazität der sie tragenden Ökosysteme überlastet und degradiert, wird unweigerlich einen tief greifenden Transformationsprozess durchlaufen. Im Extremfall steht der Kollaps, d.h. die Auflösung von Strukturen und Merkmalen über die sich komplexe menschliche Gesellschaften definieren: von politischen Institutionen bis hin zu kulturell-integrierenden Mechanismen wie etwa Moralsystemen. > Neue ökologische Radikalität

Das Konsumthema ist nur der Einstieg in einen Paradigmawechsel, der alle Lebensbereiche und die globale Wirtschafts- und Finanzensysteme betrifft. Treibende Kräfte sind evolutionäre Prozesse nicht nur äusserlicher Systeme, vor allem der Wertewandel oder Bewusstseinsentwicklungen der Innenwelten, die von parallel verlaufenden Krisen begleitet werden. Dies sind keine zufällig auftretenden Erscheinungen, sondern unmittelbar miteinander verflochtene Dynamiken. Uns wird immer deutlicher, wie unsere Werte und Verhaltensweisen selbst in subtilster und unbewusster Weise unsere globale Welt gestaltet. Jeder Einzelne trägt dazu bei, ob er will oder nicht, ob bewusst oder unbewusst, ob konstruktiv oder eben nicht.

Verantwortungsbewusstsein, Selbstkenntnis und ethisch-soziale Reife sind eine Grundvoraussetzung für eine Gesundung unserer Natur + Umwelt und echte Anteilnahme an diesem Planeten mit all seinen Lebewesen. Und verabschieden wir uns von der Vorstellung, wir Menschen wären die Krönung der Schöpfung, die Kontrolle ausüben könnte über das Leben und verbinden wir uns wieder mit einer Intelligenz, die uns geschaffen hat. Wandel geschieht, wenn wir diese "Intelligenz" tief in uns finden, indem wir unsere "wahren Bedürfnisse" bewusst entdecken und leben. Daraus entwickelt sich Lebensqualität auch jenseits von materiellen Werten, die uns nie wirklich glücklich gemacht haben... und die heutige Situation liefert dazu den Beweis, welche Früchte unsere Arroganz gegenüber der Schöpfung neben allen Errungenschaften auch geschaffen hat: Unsere Krisen.

Freitag, 29. Januar 2010

Montag, 18. Januar 2010

BANANAS! - globalisiertes Essen


"Banana" McCann-Erickson Frankfurt for Bund / Friends of the Earth, Germany.

Drama und die Politik hinter unserer globalisierten Welt und unserem globalisierten Essen.
Hauptfigur des Films ist Juan “Accidentes" Dominguez, ein prominenter Latino-Anwalt aus Los Angeles, der vor allem Verkehrsunfallopfer vertritt. Als er und sein Partner Duane C. Miller die juristische Repräsentanz der Opfer des ersten nicaraguanischen Sterilitätsfall übernehmen, stehen sie vor der größten Herausforderung ihrer Karriere. Das Verfahren ist ein Präzedenzfall: im Juli 2007 sagten zum ersten Mal in der Geschichte lokale Arbeiter gegen einen Multi-Millionen Dollar Konzern auf amerikanischen Boden aus. Damit liegt die Verantwortung für die Zukunft einer ganzen Generation von Arbeitern und deren Familien in ihren Händen. Berlinale 2010
Der Dokumentarfilm vom schwedische Filmemacher und Journalist Fredrik Gertten folgt dem spannenden David gegen Goliath-Rechtsfall zwischen armen, nicaraguanische Plantagenarbeitern und dem Millionen-Dollar-Food-Konzern Dole. Dole wird vorgeworfen, Jahrzehnte wissentlich verbotene Pestizide auf ihren Bananenplantagen eingesetzt zu haben – was in einer ganzen Generation unfruchtbarer Arbeiter resultierte. BANANAS!* dokumentiert diesen Skandal mit der Spannung einer John Grisham-Story. BANANAS!* ist hochemotional, tief politisch und will mit seiner Aussage Einfluss nehmen auf die Machenschaften unserer globalisierten Welt.
www.filmcontact.de

Freitag, 15. Januar 2010

Guide to Greener Electronics



Greenpeace hat eine neue Ausgabe des Ratgebers "Grüne Elektronik" veröffentlicht.Die Umweltorganisation stuft darin Elektronik-Hersteller anhand deren Umweltbewusstsein ein. Im Vergleich zum vorherigen Report müssen vor allem LGE, Samsung und Dell mit Abzügen leben... greenpeace

Dienstag, 12. Januar 2010

Milchmädchenrechner


Buy Buy Konsum
Damit hat niemand gerechnet: Mit dem Antipreneur Milchmädchenrechner! Für die Freunde von Äpfel und Birnen - einfach für jeden, der es mit dem Genaunehmen nicht so genau nimmt. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Milliardenkrediten darf einem der eigene Taschenrechner keinen Strich durch die Rechnung machen. Darum ist der Milchmädchenrechner ideal für alle, die große Summen zu verschleudern haben: Auf dem Maxi-Display haben Zahlen mit bis zu zwölf Stellen Platz. Da macht selbst das Schuldenmachen Spaß.
www.antipreneur.de

Montag, 11. Januar 2010

BMW + iPhone App



Der technologische Fortschritt im Automobilbau hat zu hoch entwickelten Sicherheitssystemen geführt und zu einem Komfort, den wir in so manchen Wohnzimmern nicht vorfinden. Die leistungfähigen Ingenieure sind dabei auch in Dimensionen vorgestoßen, die bereits zu Überforderung der Fahrer im Cockpit mahnt. Wenn diese Innovationskraft in die Entwicklung alternativer Antriebssysteme fliessen würde, wäre den Anforderungen der Zeit genüge getan. Zudem wäre die Sicherheit und Einsparung an CO2 auch durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120/kmh auf deutschen Strassen das beste Mittel, um einen weiteren Schritt zu gewinnen. Aber der Spieltrieb und Technikverliebtheit, sowie die teure Infrastruktur im Autoland Deutschland ist eine harte Nuß und es hängen viele Arbeitsplätze davon ab und jede Menge Geld.
An Apple iPhone. And a couple of roads. Time to test the new BMW M Power Meter.
> A BMW X6M

Mittwoch, 6. Januar 2010

Buch: Epochenwechsel


Die Marktwirtschaft kennt keinen gleichförmigen Verlauf, vielmehr wechseln Aufschwung und Abschwung einander regelmäßig ab. Die Brisanz der momentanen Finanzkrise liegt darin, dass sie mit einer Abschwächung der technologischen Dynamik zusammenfällt: Der fünfte Kondratieff,-Zyklus, getragen durch die Informationstechnik, macht dem nächsten Platz. Die Zukunft gehört einer Effizienzrevolution, die auf alle Bereiche des Ressourcen- und Materialeinsatzes abzielt. Die daraus entstehende Dynamik wird die Belastung der Umwelt reduzieren und neue Märkte schaffen. Die Potenzial ist riesig es muss nur ausgeschöpft werden! Die Krise der Finanzmärkte zwingt zu Veränderungen eine Chance, die die Welt nutzen muss. Als Vorreiter im Bereich der Effizienztechniken und erneuerbaren Energien kann Deutschland Profiteur des nächsten Aufschwungs sein. Buch: Plädoyer für GREEN NEW DEAL

Montag, 4. Januar 2010

Urban Forest By MAD Architects



With the plants and trees within the building, the urban forest will be the living example of a green space within the busy streets of China and the building’s overall design incorporates nature with the scenic view of the city.
MAD is a Beijing-based design office dedicated to innovation in architectural practice, landscape design and urban planning. MAD develops its unique concept of futurism through a persistent investigation of the symbiotic potentials amid nature and technology. MAD aspires to design in close harmony with nature, offering people the freedom to develop independent urban experiences.
MAD was awarded the Architectural League Young Architects Award of 2006.
'MAD in China' at the Venice Architecture Biennial