Mittwoch, 23. Dezember 2009

Peter Sloterdijk an den Schalthebel der Macht?


Debakel vom 19. Dezember 2009: Nach Kopenhagen leben wir in einer vorrevolutionären Situation neuen Typs. In aller Welt werden die Bürger nach Sicherheit vor ihren Regierungen verlangen. In Wahrheit beginnt das 21. Jahrhundert mit dem Debakel vom 19. Dezember 2009 - sein Grundthema ist das Fehlen von Global Governance.
Die Lage ist so ernst, dass wir im Hinblick auf Retter nicht wählerisch sein können. So wie es der Erleuchtung egal ist, wie man sie erlangt, so ist es der Erhaltung der Erdatmosphäre egal, wer für sie das Entscheidende tut. Man muss aber damit rechnen, dass die Fossilenergie-Abhängigkeit unserer Zivilisation mittelfristig hartnäckig aufrechterhalten wird - daran ändert das für morgen oder übermorgen angekündigte Elektroauto ebenso wenig wie die Solarheizung auf dem Dach. Das Scheer-Papier zur Umstellung der Energieversorgung zu 100 Prozent auf regenerative Quellen z.B. brachte ganze Industrien zum Zittern - und man denunzierte den Autor sehr folgerichtig als "Geisterfahrer"... denn alle Regierungen lassen sich von den großen Energieversorgern beraten! Gekaufte Studien gibt es für alle möglichen Themen. jetzt.sueddeutsche.de

1 Kommentar:

Marcus hat gesagt…

Ja, die grossen Energiekonzerne besitzen viel Macht und diese nutzen sie auch. Solange es noch fossile Energieträger gibt wird sich nichts Entscheidendes ändern.