Samstag, 28. November 2009

Buy Buy Konsum - Buy Nothing Day


www.antipreneur.de
dothegreenthing.com/buynothing

Der Kauf-Nix-Tag: „Buy Nothing Day“, ist ein konsumkritischer Aktionstag , der wird mittlerweile in 80 Ländern organisiert wird. In Amerika ist dies trotz der Aktion der umsatzstärkste Tag des Jahres, da er unmittelbar auf das Erntedankfest (Thanksgiving) folgt. Durch einen 24-stündigen Konsumverzicht soll gegen „ausbeuterische Produktions- und Handelsstrategien internationaler Konzerne und Finanzgruppen“ protestiert werden. Außerdem soll zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten und die weltweiten Auswirkungen angeregt werden. Ein bewusstes, auf Nachhaltigkeit abzielendes Kaufverhalten jedes Einzelnen soll somit gefördert werden. Gleichzeitig soll gegen umweltschädliche und unmenschliche Herstellungsbedingungen protestiert werden. >greenaction.de
Buy Nothing Day- Veranstaltungen werden von ganz unterschiedlichen Anti- Konsum- Gruppen, Umweltschützern, Globalisierungsgegnern und zum ersten mal auch von religiösen Gruppen organisiert. Es wird erwartet, dass mehr als eine Million Menschen in wenigstens 65 Ländern den Aufruf, das Einkaufen zu stoppen, befolgen. Obwohl es in den Vereinigten Staaten viele Anti-Konsum-Aktivisten gibt, wurde der Buy Nothing Day in Europa populärer. "Europäische Konsumenten sind den Kampagnen-Zielen gegenüber wohlwollender eingestellt.", sagt Kalle Lasn, Autor des "Culture Jam" und Mitgründer des Adbusters- Magazins. "Die Leute haben den Konsum nie wirklich in Frage gestellt", sagt Lasn. "Sie denken gerne, wenn wir etwas kaufen, helfen wir der Wirtschaft, aber auf die Idee, dass wir gleichzeitig den Planet zerstören, kommen sie nicht." > www.buynothingday.de

Freitag, 27. November 2009

McDonald’s verunsichert den Markt mit Grün


Hundert Filialen in Deutschland werden bis Jahresende im neuen Look erscheinen. Grün, Holz, Natur mausert sich McDonald's etwa zum Bio-Restaurant? Jetzt will man aus „grünen“ Gründen grüngelb werden. Und das ist –nach Aussage von Branchenkennern – angeblich markentechnischer Schwachsinn. Scheinbar sind auch die Marketingspezialisten verunsichert oder gar unwissend darüber, was "Grüne Gründe" sind? Wer kennt schon die Fallstricke moralisierender Märkte und Grünfärberei?
Der Farbwechsel sei auch als „Bekenntnis und Respekt vor der Umwelt zu werten“, erklärt der Vizechef von McDonald's Deutschland. Doch bei der Begründung hapert es, berichtet das Greenpeace Magazin: Das Unternehmen sei doch im Dow Jones Sustainability Index gelistet – dort befindet es sich zum Beispiel in der zweifelhaften Gesellschaft des Lebensmittelkonzerns Nestlé, des Ölmultis Total oder des Pharmariesen Novartis.
Doch Vorsicht, McDonald mag zwar plump agieren, aber nichts ist unmöglich, siehe Walmart in USA, Tesco und Mark&Spencer in England. Schließlich hat es McDonald nach einer miserablen Zeit geschafft, ihr Image durch Fairtrade-Cafe + Wohlfühlwelten zu neuen Ufern zu bringen. "Die tun was", könnte die Schlußfolgerung ihrer Klientel lauten, wenn auch kaum Kenntnisse zur Unterscheidung von Hintergründen z.B. der Massenproduktion, Rinderzucht und Waldrodungen oder Ressourcenverbrauch vorhanden sind. Gar nicht zu reden von gesundheitlichen Aspekten der Fastfood Ernährung. Den größeren Dimensionen muss sich auch McDonald früher oder später aber stellen, weil Klima, Ressourcenverknappung und Finanzprobleme sowie Wachstumsgrenzen und -verschiebungen vor Niemanden halt machen. Die ausdrückliche Aufforderung zur Nachhaltigkeit kommt diesmal also auch von ganz oben... eben die Krisen um Klima, Umwelt, Ressourcen und Finanzsysteme - und nicht "nur" von den LOHAS. Immer schneller dringt die Erkenntnis durch alle Ebenen, sonst wäre kein Unternehmen auf die Idee gekommen, solche Aktionen überhaupt erst in die Hand zu nehmen, grün werden zu wollen.

Dienstag, 24. November 2009

Allianz und WWF: Tipping Points

Die Berliner Agentur LGMi hat sich auf nachhaltige Kommunikation spezialisiert. Sie erarbeitet neue interaktive Lösungen für Unternehmen, Organisationen und Regierungen, die ihre soziale Arbeit und ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit einem breiten Publikum zugänglich machen wollen. Ich habe Eric Mahleb auf dem Vision Summit 09 getroffen und möchte die Arbeit seiner Agentur hier vorstellen:

Allianz und WWF veröffentlichen einen Bericht zu klimatischen „Tipping Points“: Die Auswirkungen des Klimawandels werden früher und schneller spürbar sein als erwartet.

Wir wissen bereits, dass der Klimawandel immer mehr Trockenperioden mit sich bringen wird, Wettermuster verändern und den Verlust der Artenvielfalt vorantreiben wird. Jedoch ist dies noch nicht alles. Schwerwiegende und plötzlich eintretende Einbrüche des wirtschaftlichen Wachstums und negative Auswirkungen auf das Einkommen der Bürger sind nach Aussagen der Wissenschaftler des Tyndall Centers für Klimawandel in Großbritannien sehr wahrscheinliche weitere Konsequenzen. Der World Wildlife Fund for Nature (WWF) hat zusammen mit dem Finanzdienstleister Allianz diesen Bericht in Auftrag gegeben. Die Studie analysiert sogenannte "climate tipping points" – Grenzwerte, deren Überschreiten zur Zerstörung einiger der weltweit wichtigsten Ökosysteme führen könnte. Der Bericht diskutiert auch die möglichen Auswirkungen dieser Kipppunkte für den Finanz- und Versicherungssektor.

Mittwoch, 18. November 2009

Nielsen mit Witz?

Nielsen befragte rund 15.000 Haushalte in Deutschland dazu, wie wichtig es ihnen ist, einen Spirituosenvorrat im Haus zu haben. "Gerade das Interesse der Lohas an einer gut sortierten Hausbar zeigt, dass die Kombination aus Qualität, Authentizität und Genuss bei Spirituosen wieder neu betont wird", sagt Nielsen-Expertin Birgit Pflügle.
Wobei Spirit sicher der Teil ist, der zutreffen dürfte, aber in anderer Form...
Diese Verbrauchergruppen, neudeutsch unter dem Begriff Lohas ("Lifestyle of Health and Sustainability") subsumiert, „wollen ihr Leben in vollen Zügen genießen, schätzen ein geselliges Leben... interpretieren die Nielsen-Forscher die Zahlen.

In der Werte-Skala der LOHAS sehe ich sicherlich andere Punkte ganz oben, und obwohl ein guter Wein oder Bier auf der Einkaufsliste stehen dürfte, aber Spirituosen mit gut sortierter Hausbar? Nennt man das nicht strategischen Komakonsum? > Nielsen PanelViews

Dienstag, 17. November 2009

Short News Twitter

CONVIREO Stellenmarkt - con vireo: zusammen grünen, für Unternehmen - Erneuerbare Energien: Öko-Investitionen sorgen für Wachstumsschub. - Messe Anuga: Wege aus der Krise, Branche orientiert sich zu engstirnig an Umsatz. - EU-Gipfel: Klimakanzlerin auf Crashkurs - Öko geht anders: BMW Active Hybrid 7 - Michael Moore: Kapitalismus, Eine Liebesgeschichte - Paul-Ehrlich-Insititut: Virologe Pfleiderer argumentiert mit Angstmache + nicht mit Offenheit - Führende Wissenschafter: Was ist Ihre gefährlichste Idee?
Twitter = twitter.com/LOHAS_de

Freitag, 13. November 2009

Beim Einkauf an die Umwelt denken

Green Shopping - also umweltfreundliches Einkaufen, nennt sich eine Tagung, an der in Berlin Unternehmen sowie Umwelt- und Verbraucherschützer teilnahmen. Es ging dabei um die Frage, wie können wir Menschen unseren Lebens- und vor allem unseren Konsumstil ändern, um die Rohstoffe der Erde zu schonen. > Audio anhören
Green Shopping ist aber nicht nur ein Appell an die Konsumenten. Auch die Hersteller sind in der Verantwortung. "Grünes Einkaufen" setzt "grünes Produzieren" voraus. Die Unternehmen müssen mehr ressourcenschonende Produkte anbieten und diese stärker bewerben, heißt es in einem vom Bund für Umwelt- und Naturschutz verfassten Thesenpapier. > dradio.de

Mittwoch, 11. November 2009

Business of Change

This special Link TV mini-documentary discusses a new business model promoted and executed by Dean Cycon, Dean's Beans Founder and CEO. His model, which he challenges other companies to adopt, is based on the idea that business can be a vehicle for social change, while also maintaining profitability. Dean Cycon promotes the theory that a for-profit company can have a flourishing bottom line without compromising business ethics (aka, stepping on the little guy). In fact, Dean sees the growth of his company not as a goal, but instead, as a natural product of responsible business. > Info + Video

Mittwoch, 4. November 2009

Nichts Schlechtes über mein Land, aber wir haben den Bogen überspannt

DTV-Autor David Simon: "The Wire" ist ein gesellschaftskritisches Meisterwerk von epischer Komplexität. Ein soziologisches Projekt. Wir versuchen, zu erklären, warum die Dinge sind, wie sie sind. Dank ungebremstem Kapitalismus hat man seit 1980 in fast jedem Bereich der US-amerikanischen Gesellschaft erlaubt, dass Profit das Maß aller Dinge ist - ungeachtet der sozialen Kosten. Dieses Streben hat das politische System so korrumpiert, dass Reform unmöglich ist. Die Versicherungskonzerne haben das Gesundheitssystem gekauft, sie besitzen das politische Kapital und setzen es ein, um die Bedürfnisse der Gesellschaft zu untergraben, ungeachtet von Obamas guten Vorsätzen. Mehr...

Dienstag, 3. November 2009

Kritik der grünen Vernunft

LOHAS-Infotour gegen die Krise: Unterwegs in ganz Deutschland, um Verantwortlichen aus Bildung, Tourismus, Wirtschaft, NGO's und Verwaltungen zu zeigen, wie sie den Nachhaltigkeitstrend in Deutschland nutzen und verstärken können - ein von der DBU finanziertes Projekt. Gute Absichten aber "Altes Denken" sollen Marketing-Instrumente schaffen, anstatt Erfahrungswissen und Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft zu fördern. Siehe auch: Aufs Herz zielen und die Brieftasche treffen und andere Kommentare.

Montag, 2. November 2009

Malcom Braff Trio


Das Konzert mit Malcolm Braff in München /Jazzclub Unterfahrt in der Trioformation mit dem New Yorker Alex Blake, der singende und Saiten malträtierende Ausnahme-Bassist und Yaya Quattarra aus Burkina Faso, ein Perkussionist von pulsierend überirdischen Gnaden. Unglaublich leicht, präzise Technik, Sicherheit, Spielfreude und tranceartige Kompositionen in ungekannter Kombination mit afrikanischer djembe.
Es gibt viele Musiker, die ihr technisches Handwerk und Ihr Instrument bis ins äußerste beherrschen, aber es gibt wenige, die dank ihrer einzigartigen Individualität darüber hinausgehen. Dank purer Energie, schierer Persönlichkeit und einer Autorität in Sachen spirituell inspirierter Rhythmen ist Malcolm Braff so einer. Er bildet eine eigene Kategorie Pianist. Die Tastatur des Flügels klingt bei ihm wie ein um sich selbst verlängertes Objekt.
Er hat sein eigenes Reich mit enormen Dimensionen auf diesem Instrument geschaffen! Seine Improvisationen sind sinnliche Kraftakte und filigrane kontemplative Meisterwerke in einem. Ob gospelangehaucht oder von Coltrane inspiriert, einem Schamanen gleich, lotet er alle Untiefen und Tiefen eines quasi magisch-religiösen Wissens um Rhythmus und Harmonie aus. Malcolm Braff ist ein Mittler zwischen den Welten. VIDEO Kultmuenchen> myspace.com

Sonntag, 1. November 2009

Viral Marketing



Eichborn Verlag mit der Fliege: 200 mit Bannern bestückte Fliegen auf der Frankfurter Buchmesse. Lustig, lustig, haben ja nichts Besseres zu tun... um aufzufallen. Mich würde interessieren, was die Agentur dafür bekommt... und was die für Ideen hätten, für konstruktivere Umsetzungen nachhaltiger Art...machen die Agenturen natürlich nur, wenn sie dafür weiterhin in bisher nicht nachvollziehbarer Art sehr überhöht bezahlt werden. Nennt man das indirekte Gewinnbeteiligung?