Freitag, 8. Mai 2009

magazine-deutschland.de

Den Trend zum nachhaltigen Konsum beobachten Soziologen und Marktforscher in Australien wie in den USA, in Asien wie in Europa. Als Vorreiter haben sie die „Lohas“ ausgemacht – das Kürzel steht für Lifestyle of Health and Sustainability, also gesunder und nachhaltiger Lebensstil. „Die gesellschaftlichen Strömungen zu mehr Nachhaltigkeit sind schon länger da“, sagt der Soziologe Thomas Perry vom Heidelberger Marktforschungsinstitut Sinus Sociovision, „aber die Lohas geben diesen Strömungen nun ein Gesicht.“
Viele Unternehmen haben die zahlungskräftigen Lohas längst ins Visier genommen. Sie verkaufen ihnen Ökostrom und Hybrid-Autos, Naturcremes oder einfach nur schicke Obstdrinks. So trafen die drei Studenten Inga Koster, Marco Knauf und Nicolas Lecloux offenbar einen Nerv, als sie mit ihrem Start-up „true fruits“ Fruchtdrinks ohne Zuckerzusatz und Konservierungsstoffe als Smoothies in den Handel brachten. Aber auch etablierte Konzerne geben sich plötzlich ganz grün, egal, ob sie Kohlekraftwerke betreiben oder Autos verkaufen. Sie massieren die Zielgruppe seit der neu aufgeflammten Diskussion um die globale Erwärmung mit entsprechenden Kampagnen. Die Lage wird unübersichtlich. Was ist wirklich grün und was nur grün gewaschen? Für Laien ist das schwer zu durchschauen. Deutsches Generalkonsulat
> English Version

Keine Kommentare: