Montag, 23. März 2009

Klimakonferenz: Alles noch schlimmer als befürchtet?

Milde lächelnd trägt der Physiker Hans Joachim Schellnhuber aus Potsdam vor 2000 weltweit führenden Klimaforschern seine düsteren Prognosen vor. «Wer hat hier schon mal russisches Roulette gespielt?» fragt er beim Vorbereitungstreffen auf den großen UN-Klimagipfel in den Kopenhagener Saal, und natürlich meldet sich niemand. «Wir tun das alle mit dem Planeten», sagt der Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Klimaberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Climate Change Copenhagen

Er malte aus, welch katastrophale Folgen schon eine Erderwärmung um zwei Grad haben könnte. Dann sei zum Beispiel das völlige Abschmelzen aller Gletscher auf dem Tibet-Plateau möglich - mit Überschwemmungen in einem Wohngebiet von zwei Milliarden Menschen. Und zwei Grad sei noch eine «ziemlich vorsichtige Annahme»

Neun Monate vor der UN-Klimakonferenz in Dänemarks Hauptstadt führte Schellnhuber vor, welche Widersprüche die Klimadebatte prägen. Einerseits werden die Prognosen der Klimaforschung mit zunehmender Genauigkeit und umfassenderen Daten immer düsterer. Andererseits sind die Klimaforscher optimistisch, dass die Politiker künftig mehr gegen den Klimawandel tun werden. co2-handel

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