Dienstag, 9. Dezember 2008

BASF und VW angeblich nachhaltig

Ein Chemiekonzern und ein Autoriese bekommen den ersten Deutschen Nachhaltigkeitspreis. BUND-Jurorin Angelika Zahrnt hält das für eine "gravierende Fehlentscheidung". Jurymitglied und BUND-Ehrenvorsitzende Zahrnt sagte, es "widerspreche dem Gedanken der Nachhaltigkeit", wenn mit BASF der weltweit drittgrößte Pestizidproduzent, der zudem auf Gentechnik setze, ausgezeichnet werde. Volkswagen sei auch nicht besser: Mit durchschnittlichen CO2-Emissionen von 163 Gramm pro Kilometer bei Neuwagen liege VW deutlich über dem europäischen Schnitt. taz.de
Einerseits müssen wir ganz klar berücksichtigen, dass Unternehmen für ihre echten Anstrengungen anerkannt werden sollten, aber natürlich nicht ohne die Missstände zu übersehen. Andererseits ist aus meiner Sicht der Deutsche Nachhaltigkeitspreis geprägt durch Teinahme der üblichen Verdächtigen, sprich es findet sich eine Gesellschaft ein, die im Grossen und Ganzen unter sich weilt. Was bei einem Eintrittspreis von ca. 1000 EUR (mit welchen Erklärungen auch immer) nicht ungewöhnlich ist. Der Verdacht liegt nicht weit entfernt, dass Personen mit nachweisbarem Engagement wie Annie Lennox und Prinz Charles auch dazu dienen, den Schirm der Guten Taten über alle Anwesenden Vertreter zu spannen. Wo bleiben die zivilgesellschaftlichen, authentischen Vertreter? Jedenfalls werden sie kaum sichtbar gemacht. Peter.LOHAS

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