Samstag, 29. November 2008

Schulze: "Habgier und Begehrlichkeiten schaffen Wohlstand"

Hier ist wieder einer unserer Wissenschaftler mit seinem Wissen: Der Bamberger Soziologe Gerhard Schulze warnt davor, bei der aktuellen Diskussion über die Habgier in der Wirtschaft auch die positiven Aspekte der Gier zu übersehen. Schließlich wisse man seit Adam Smith, dass Eigennutz die Wirtschaft antreibe und zu mehr Wohlstand führe.
Sicherlich gibt es immer zwei Seiten einer Medaille. Man sollte aber annehmen können, dass ein Wissenschaftler auch abseits seines Fachgebietes eine Sichtweise beherrscht, die unsere Realität wahrnimmt: Diese Wirtschaftsprozesse haben in ihrem Kern durch exakt diese Habgier die Welt in eine Sackgasse gesteuert. Von Wohlstand für den kleineren Teil der Welt, über unser Wohlstands-Ziel hinaus in die Krisen, die wir ganz deutlich vor uns sehen. Von einem wissenschaftlichen Intellekt könnte man mehr Erkenntnisfähigkeit erwarten, was wieder einmal zeigt, dass es unterschiedliche Intelligenzen gibt und diese nicht nur allein im Kopf beheimatet sind... Dann an dieser Stelle wieder die Frage, was das Wesen der Gier denn ist, hier könnten wir fündig werden - allerdings hört es in unserer Gesellschaft genau an diesem Punkt auf mit der Klärung, dazu hört man Aussagen wie: schwammiges Thema - Schwamm drüber... wiwo.de

Donnerstag, 27. November 2008

Ökofaire Fashion-Show


Göttin on Ice - Göttliche Wohlfühlmode macht Österreichs beste EiskunstläuferInnen Claudia Kristofics-Binder zu kurvenden Models: Für die Präsentation der aktuellen Winterkollektion 08/09 wagt sich die „Göttin des Glücks“ aufs Glatteis. Yoga-Kollektion mit Glücks-Motto. Soeben hat die Göttin bei der «Ethical Fashion Show» in Paris Furore gemacht, nun präsentiert sie nicht nur ihre kuschelige Wintermode : Brandneu und erstmalig ist auch eine GDG Sportkollektion aus Fair Trade zertifizierter Biobaumwolle am Eis zu bewundern. Unter dem Motto "Danke mir geht's gut" entwirft das vierköpfige internationale Modekollektiv mit Sitz in Wien seit Frühjahr 2007 trendige Streetwear aus hochwertiger Bio-Baumwolle. Die Göttin ist dabei auch das erste Modelabel Österreichs, das in der gesamten Produktkette nach "Fair Trade"-Kriterien produziert. www.goettindesgluecks.at

Dienstag, 25. November 2008

BioFach America + Neue Textil-Area Nürnberg

Bio-Trio feiert Erfolg von Nord- bis Südamerika. Die BioFach America konnte 2008 am neuen Standort Boston einen beachtlichen Zuwachs verzeichnen: Trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten und der unsicheren wirtschaftlichen Situation, war das Interesse am Thema Bio ungebrochen. In den Vorträgen wurden Traceability (Rückverfolgbarkeit) und die immer stärker nachgefragten „zusätzlichen Werte“ diskutiert. Die BioFach Nürnberg wird 20 und mehr als 2.900 Aussteller informieren vom 19. bis 22. Februar 2009 zu BioFach und Vivaness, Weltleitmessen für Bio-Produkte, Naturkosmetik und Wellness, auf dem Messegelände Nürnberg über die Trends bei Bio-Produkten und Naturkosmetik rund um den Globus. Zu den Geburtstags-Highlights zählt die neu eingerichtete Textil-Area der BioFach in Halle 7. Hier präsentieren rund 40 Aussteller von Öko-Fashion und Naturtextil ihre aktuellen Kreationen. NürnbergMesse

Montag, 24. November 2008

VVi-Verlag bringt Lohas-Titel

Neue Stadtmagazine für Hamburg und München. Der VVi-Verlag bringt am 27. November die Stadtmagazine „Natürlich Hamburg“ und „Natürlich München“ alle drei Monate in den Handel. Thematisch sollen sich beide ausschließlich mit „Themen zu gesundem, bewusstem und nachhaltigem Leben“ befassen. Chefredakteur Jan Kurz: „Nicht Theorie und Wissenschaft stehen im Vordergrund, sondern sehr deutlich die regionale Ausrichtung. Dazu bieten wir in unseren drei Magazinteilen „Stadt, Region und Welt“ Adressen, Anregung und Aufklärung. Bei uns gibt es ganz konkrete Empfehlungen, die jeder sofort in seiner Stadt und Region umsetzen kann.“ Begleitend zu den Heften sollen die Web-Portale ausgebaut werden. Sogenannte „Lohas“-Titel (Lifestyle of Health And Sustainability) sind derzeit offenbar im Kommen. Erst diese Woche launchte eine Gruppe von Hamburger Journalisten das „Klima-Magazin“. meedia.de

Samstag, 22. November 2008

Wie der grüne Lifestyle die Märkte erobert

Länge Sieben - Saarländischer Rundfunk: „Lohas – Gern grün hinter den Ohren“. Wie wir laufend kaufend die Welt verändern wollen. „Lebe wild und emissionsfrei!“. Peter Unfried, stellvertretender Chefredakteur der taz, und wie er lernte, sein Leben zu ökologisieren...
„Zukünftig zünftig konsumieren?“ Gespräch mit Christoph Hinderfeld vom Netzwerk „Zunft AG“, das regionale Produkte fördert. Sonntag, 23.11.2008 / 14.04 Uhr www.sr-online.de

Freitag, 21. November 2008

Wie geht´s jetzt weiter?


If we look at the environment, it wasn't so long ago that in the U.S. green wasn't on the mainstream's radar and opinions on global warming were extremely polarized. Then in the past couple years, everybody and their dogs were now into green.
But there are also some good news.

People are now familiar with hybrid cars (not weird anymore) and much less prejudiced against electric cars, which had a makeover in the public's imagination from golf cart to Tesla supercar. Rising energy prices have made people aware of the benefits of efficiency, and while that might fade a bit because of falling oil prices, I think that those who knew people who went through the depression in the 1930s know that you keep the efficiency/frugality mindset for life.
Treehugger.com

Donnerstag, 20. November 2008

Aufbruchstimmung auf der "Nutec"


Mit rund 1.200 Teilnehmern aus 25 Nationen hat am 14. November 2008 die erste Nutec auf dem Frankfurter Messegelände, die Erwartungen des Veranstalters übertroffen."being less bad is not being good". Drei Tage informierten 100 Experten im Rahmen des hochkarätigen Kongresses über das revolutionäre Cradle to Cradle-Konzept. Im Fokus standen zukunftweisende Materialien und Produktionswege, die eine Rohstoff-Nutzung in geschlossenen Kreisläufen erlauben. Euphorisch und Überzeugend diskutiert Prof. Dr. Michael Braungart von EPEA mit über 100 Experten und mehr als 50 Anbieter, wie Cradle to Cradle (freie Übersetzung: Von der Wiege zur Wiege ) in der Praxis funktioniert. Grosse Unternehmen wie Nike oder KLM haben innovative Konzepte vorgestellt, aber auch kleinere Unternehmen, wie Trigema haben sich mit Cradle to Cradle beschäftigt. Bisher war Trigema dafür bekannt, dass sie das komplette Bekleidungssortiment in Deutschland produzieren. Jetzt haben sie an T-shirts gearbeitet, die völlig kompostierbar sind. Fehlt aus meinen Augen nur noch das modische Design...
Die Stimmung war unglaublich positiv, Networking war gross geschrieben, Konkurrenz gab es nicht, da alle wussten, dass nur gemeinsam zukunftsweisende Entwicklungen entstehen können.
Und die sind dringend nötig. Die prominenten internationalen Referenten wie der US-Architekturprofessors William McDonough, MBDC (McDonough Braungart Design Chemistry), bis zu Janine James, The Moderns, einer der führenden US-Brand-Strateginnen und Zukunfts-Visionärin im Bereich Nachhaltigkeit, machen einen immer wieder darauf aufmerksam, wie wichtig schnelles Handeln ist. Spannend auch die Vorreiter aus den Niederlanden, die als erstes Land auf dem Weg zur einer Cradle to Cradle-Gesellschaft sind. Ich fühle mich inspiriert, verstanden und animiert, die Idee nach aussen zu tragen und zu kommunizieren. Denn auch die Kommunikation wird neue Wege beschreiten, Formen finden, die es ermöglichen, diese tollen Produkte und Ideen in die Gesellschaft zu tragen, sie den Konsumenten zu vermitteln und auch sie zu nachhaltigem Handeln zu animieren. Denn jeder kann und sollte etwas tun, um die Erde wieder lebenswerter zu machen. Und es liegt noch viel vor uns. Einige Besucher der Nutec sprechen auch von der zweiten industriellen Revolution, und viele sind sich einig, dass das neue Cradle to Cradle-Prinzip in die Geschichte eingehen wird - ich auch.
Gastkommentar von Christine Fehrenbach, ideas | in the mood for good - www.nutec.de

Dienstag, 18. November 2008

Die tun was !! Ökologische Industriepolitik

Ja man könnte meinen, alles ist im Griff, wenn man sich einen Überblick verschafft über Regierungsprogramme. Bei näherer Betrachtung ist es jedoch überraschend, wie sehr Inhalte der zahlreichen und umfangreichen Publikationen der realen Situation widerspricht. Papier ist geduldig, der Durchschnittsbürger hat sowieso keine Chance, unmöglich hier up to date zu sein oder auch nur einen Überblick zu wahren. Dafür werden Fachleute und Experten eingesetzt, aber welchen Interessensgruppen diese zugehören, ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor. Aus der Perspektive des Bürgers gibt es nur diese Lösung: Vertrauen. ? Und natürlich, selbst aktiv und verantwortlich in seinem Umfeld zu handeln, jeder mit seinen Mitteln. Antwort des Bundesumweltministeriums auf die großen ökonomischen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. BMU-Broschüre

Montag, 17. November 2008

Vom viel Haben zum gut Leben

philborgesEs gibt auffallende Widersprüche zwischen unserem Wissen, unseren Idealen und unserer Lebensweise. Wir wissen: die Weltwirtschaftsordnung ist nicht gerecht, solange sie die Kluft zwischen Reichen und Armen immer weiter aufreißt; unser Pro-Kopf-Verbrauch an Lebensmitteln, Energie und Rohstoffen lässt sich nicht auf alle Menschen weltweit übertragen und ist nur zu Lasten der Armutsländer möglich. Es geht aber nicht um Verzicht, sondern um Befreiung aus einem überholten Kulturmuster, nicht um Verlust, sondern um Gewinn an Lebensqualität. Anders-Besser-Leben

Green New Deal - Utopia Award

Internationale Change Maker zeigten Lösungsansätze für nachhaltiges Leben. Aktuelle Standortbestimmung und Road Map für die Zukunft. Als positives Fazit der Veranstaltung rief Utopia den Green New Deal aus. "Viele schlaue Köpfe waren heute hier, die sich schon lange mit dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit auseinander setzen. Jurypreisträger: GLS Bank. Die GLS Bank arbeitet nach ethisch-ökologischen Grundsätzen. Seit mehr als 33 Jahren verbindet sie professionelles Bankgeschäft mit verantwortungsvollem Handeln.
Leider konnte ich eine so kurzfristig an mich versendete Einladung zur Veranstaltung nach Berlin nicht nachkommen, auch wenn für alle Teilnehmer auf 500 EURO Eintritt verzichtet wurde, um den geladenen Akteuren auf jeden Fall eine Möglichkeit zur Teilnahme zu geben. Einer der Referenten war der deutsche Chemiker Michael Braungart, er ist seit Jahren einer meiner Favoriten auf LOHAS.de mit dem Thema Cradle to Cradle, was auch im WorldChanging Projekt eine dominante Stellung einnimmt. Die Autoren M. Braungart und sein Partner William McDonough von "Einfach intelligent produzieren" sind führende Vertreter einer Philosophie der Nachhaltigkeit, die industrielles Design und Architektur aus der Perspektive von Fülle und Überfluss, statt Mangel und Einschränkung, betrachtet. Blog Info Mehr auf LOHAS.de

Freitag, 14. November 2008

Auf ins Grüne - Green Glamour


Am 18.11. startet deutschlandweit eine so genannte Blogparade , das heißt im Klartext, mit möglichst vielen (Mode)-Bloggern an einem Tag zum gleichen Thema bloggen. Unser aller Thema soll "Green Glamour" sein - gut aussehen und dabei Gutes tun, ein Thema von höchster Aktualität und Facettenvielfalt. man denke nur an an die vielen neuen Designer, die mit Biobaumwolle arbeiten, an Handtaschen aus ungewöhnlichem Recyclingmaterial, fair gehandelte Accessoires oder Mode aus innovativen Projekten, die Planet und Mensch gleichermaßen berücksichtigen ... Oto lässt grüssen - blogparade-green-glamour

Mittwoch, 12. November 2008

Eco Iconic

Studenten finden Öko schick

Unamerikanische Umtriebe: Studenten finden Öko schick. Green is beautiful. Viele Studenten stellen Europas Ökos der Achtziger in den Schatten. Harvard wäre nicht Harvard, wenn die Vorzeige-Uni an der Ostküste nicht auch bei einer Bewegung vorn liegen wollte, die derzeit Studenten in ganz Nordamerika umtreibt: beim Umweltschutz.Während im US-Präsidentschaftswahlkampf Pluspunkte sammelt, wer im kostbaren Alaska nach Öl bohren will, während das Weiße Haus trotz steigender Rohstoffpreise den verschwenderischen American Way of Life propagiert, finden die Studenten Öko schick. spiegel

Dienstag, 11. November 2008

Genmais macht impotent

Sollte die vom österreichischen Gesundheitsministerium erstellte Langzeitstudie halten, woran wenig Zweifel bestehen kann, dann ist dies das Aus für Genmais. Die Fruchtbarkeit von Mäusen, die mit der gentechnisch veränderten Maissorte NK603xMON810 des US-Agromultis Monsanto gefüttert worden sind, ist signifikant beeinträchtigt. Was sich im Tierversuch abzeichnet, kann unter Umständen auch für den Menschen gelten. Greenpeace fordert Schließung der EU-Behörde EFSA und wirft ihr grobe Fahrlässigkeit vor. glocalist.com

Montag, 10. November 2008

H&M Produktion in Bangladesch

Fabrikarbeiter und Näherinnen des H&M Lieferanten „House of Sunshine“ in der Hauptstadt Dhaka in Bangladesch erheben schwere Vorwürfe. Das berichtet das ARD Politikmagazin REPORT MAINZ in seiner Ausgabe am 10.11.08 um 21:45 Uhr im Ersten. In der Fabrik arbeiten rund 1.700 Menschen. Der Zulieferbetrieb zahle, mit umgerechnet 40 bis 50 Euro im Monat (inklusive der Vergütung von Überstunden) - auch für die Verhältnisse in Bangladesch - einen extrem geringen Lohn. REPORT MAINZ
Billige Mode und billige Baumwolle hat seinen Preis, Design + Marken bestimmen noch unser Kaufverhalten - solche Meldungen fordern kritische Konsumenten heraus. H&M soll hier nicht verurteilt werden, dort werden Anstrengungen unternommen. Die andere Seite sind die Ausbeuter in den Ländern selbst, die Vereinbarungen nicht einhalten und Kontrollen hintergehen - auch die Gier haben wir exportiert. Trotzdem ist das eine Aufforderung an alle Textilunternehmer, deutlich mehr ethisch-soziale Vorgaben zu realisieren. Hintergründe und Fakten findet man bei dieser Organisation: Environmental Justice Foundation und alles rund um Öko Mode hier: ECO FASHION WORLD.

Donnerstag, 6. November 2008

The Green Movement

Die Welle "Grüner Entwicklungen" in den USA ist kaum mehr überschaubar. Die Größe und Reichweite der Wirtschaft des Landes allein erklären nicht eine Bewegung in Nordamerika, die im Verhältnis zu europäischen Entwicklung viel stärker sichtbar ist. Aspekte dieser Sichtweise sind einerseits die kulturell bedingte Art, sich in Szene zu setzen, plakativer und greller aufzutreten, der Entertainment-Faktor im Verkauf. Was auf der anderen Seite oft fehlt ist Tiefgang. Ein anderer Aspekt ist die Risikobereitschaft und Pioniergeist von Unternehmern und Investoren, und der Vorteil einer englischsprachigen Welt, was amerikanische Companies weltweit sehr gut abdecken. (Die Grüne Supermacht) Kalifornien ist ein Keyplayer mit Investoren aus Silicon Valley für Unternehmen im Bereich Energietechnik und Umwelttechnologie. Nun zeigt eines der neuesten Plattformen in San Francisco WIKIA GREEN dieses grüne Spektrum : lifestyle, travel, activism, how-to guides, climate change and technology. Green-Wikia

Mittwoch, 5. November 2008

Nun wissen wir, dass wir nichts wissen!

Neu ist es nicht, aber falsch verstanden wurde es schon lange. Dass Wissenschaft und Experten mit umfangreichen Wissen glaubten, alles im Griff zu haben, aber keine Ahnung von bevorstehenden Folgen haben, ist spätestens seit der öffentlichen Debatte zum Klimawandel und der Finanzkrise unwiderlegbar.
Wie ist es möglich, dass alle unsere sogenannten Experten und Wissenschaftler so lange nicht erkennen konnten, dass wir auf Krisen zusteuern, die sie zum grossen Teil mitverantwortet haben? Klima, Finanzen, Energie und Ressourcen! Schöne Elite, die uns versichert, sie weiss was sie tut.
Wir alle glaubten an irgendetwas, und die Wissenschaft selbst basiert auf einer ganzen Reihe von Überzeugungen, vor allen Dingen auf der, dass die Welt verständlich ist und dass wir am Ende alles wissen werden. Aber die schlichten Schneeflocken Ken Libbrechts eignen sich als Metapher für eine andere Sichtweise: Zwar schmelzen sie auf der Zunge, aber jedes winzige Eiskristall umfasst ein Universum, dessen Grundregeln wir gerade erst zu verstehen beginnen. spiegel

Sonntag, 2. November 2008

Das Wort zum Sonntag!

Utopia in der Sinnkrise + nachhaltige Blogger mit Tiefgang? Die Bloggerszene trägt den Nimubs der Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit, natürlich nicht als Status Quo, aber als Tendenz. Sie geben ein Bild von Meinungsführerschaft ab und ich stelle fest, sie haben nur den Einfluss, der jener unsichtbaren Gruppierung (Community) entspricht, die diese Meinungen teilen. Aber diese Unabhängigkeit ist nur relativ, die Abhängigkeit besteht hier aus jenem Stoff, den ich Bestätigung nenne. Eine Wertschöpfung ist hier selten anzutreffen (und damit kaum mögliche Abhängigkeiten), jedenfalls nicht in erster Linie. Nun gibt es in der nachhaltigen Bloggerszene inhaltlich Tendenzen und Meinungen, die Teil eines übergreifenden Grösseren sind, und die Wahrheit liegt wie immer zwischen den Zeilen. So auch in dem Beitrag: Utopia und seiner Sinnkrise! Tatsächlich ist hier bei Utopia ein Ansatz zu finden, der die Wirkung eines Nussknackers in unserer Gesellschaft darstellt, mit einem Handwerkszeug, das kaum jemand mit dieser Grundausstattung, auch der Finanzmittel hätte sonst leisten können oder wollen. Auch das weckt Begehrlichkeiten und falsche Schlussfolgerungen, denn Schein und Sein ist das Geschäft des Werbemarktes, und der Personen, die es auf diese Art betreiben. Der tatsächliche Wert einer jeden Sache benötigt seine Würdigung. Aber jeder Akteur muss sich auch mit Kritik auseinander setzen. Dadurch lernen wir, und wir müssen alle lernen. Die Frage ist nur welche Kultur der Auseinandersetzung wir anwenden, da ist eine Menge Potenzial. Die Blogger sind die Speerspitze von Strömungen aus der Mitte der Gesellschaft, die in Vertretung von Gleichgesinnten kommunizieren (mehr oder weniger sinnvoll). Utopia ist eine der Speerspitzen, die angetreten ist mit dem Thema "strategischer Konsum", und alle Beteiligten sprechen scheinbar von einer "gemeinsamen Sache": Weltverbesserung? Von der Vision zur Umsetzung liegen Welten, und die Vielfalt ist enorm und gut. Aber wir stolpern immer über unsere eigenen blinden Stellen, und nicht über äussere Umstände. Und so stolpert Utopia sicherlich nicht über eine Sinnkrise im eigenen Umfeld (die kommt erst noch, utopia = tomorrow never comes), sondern an der Unfähigkeit, sich zu öffnen und den Dingen auf den Grund zu gehen, weil das eben viel mehr bedeutet als Strategie mit Werbemitteln. Das Thema ist letztlich "Menschlichkeit" in allen Aspekten, und das muss gelebt werden, jeden Tag und authentisch. Wir kehren alle gerne eines unter den Teppich: unsere eigenen Unzulänglichkeiten, dann stolpern wir früher oder später, eben über den eigenen Teppich. In einer "perfekten Welt" ist sehr wenig Platz für Menschlichkeit, weil da natürlich (von Natur gegeben) auch Schwächen sind, die keinen Platz bekommen: so entsteht Unglaubwürdigkeit oder Unzufriedenheit. Allen Akteuren gemeinsam scheint die Thematik LOHAS Fluch oder Segen zu sein (der Unterschied liegt im Auge des Betrachters). Und jeder versucht, LOHAS für sich (gemeinsame Sache? Not-Wendig wäre es im Sinne des Wortes) auf die EINE (positiv) oder ANDERE Art zu nutzen: Beispiele LOHASS in der taz. oder Marke Nachhaltigkeit sowie Greenwashing.

Samstag, 1. November 2008

DBU-Tagung zur Marke Nachhaltigkeit

Was verbirgt sich hinter der Zielgruppe “Lifestyle of Health and Sustainability“ (LOHAS) und warum lohnt es sich, insbesondere diese Zielgruppe zu erforschen? Wie muss erfolgreiche Nachhaltigkeitskommunikation aussehen? Was müssen Umweltbildner berücksichtigen, um erfolgreiches Marketing für das Konzept der Nachhaltigkeit zu machen? Ziel des Projekts ist es, Akteure in Umweltbildung, Naturschutz, Tourismus und Verbraucherberatung zu befähigen, Nachhaltigkeitskommunikation erfolgreich – das heißt differenziert und zielgenau – umzusetzen. Die Tagung im Zentrum für Umwelt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück markiert die Halbzeit eines Projekts, in dem es darum geht, die Zielgruppen und Märkte für eine effektive Nachhaltigkeitskommunikation zu analysieren. dbu.de