Montag, 22. September 2008

Finanzwelt: Amerikaner bleiben auf dem Holzweg

Geld ist Energie und ein zentrales Thema für alle Bereiche unseres Lebens, weder gut noch schlecht. Wir müssen aber lernen richtig damit umzugehen. Die Realitiät zeigt uns gerade, in welche Lage uns z.B. das bisherige Finanz-System gebracht hat. Grundbedürfnisse sind in der westlichen Welt zwar für die meisten Menschen abgedeckt, doch echte Lebensqualität in Form von sozialen Miteinander oder Selbstverwirklichung unter dem Aspekt des Wertewandels, wie sie durch die LOHAS beschrieben werden, erfordert natürlich eine bestimmte Menge Energie in Form von Geld. Hier erreichen wir einen historischen Schnittpunkt von unterschiedlichen Entwicklungen, die Paradox anmuten: Kluft zwischen Arm und Reich nun auch in der ersten Welt, demographische Entwicklung, Peak Oil, Globalisierung und Wirtschaftsverlagerungen, Verknappung aller Ressourcen im Gegensatz zu den Werten einer ausgewogenen Welt mit Einbeziehung aller Menschen und der Natur in den Wirtschaftskreisläufen sowie nachhaltiger, ressourcenschonender Lebensweise.
Auf der weltweiten Bühne sind noch zu wenig verantwortlich handelnde Akteure, die solche Signale erkannt haben und auch umsetzen: Die USA schieben die Lösung ihres Grundproblems konsequent auf die lange Bank. Daher wird auch Hanks und Bens Riesen-Hegde-Fonds am Ende kläglich scheitern. Zur Behebung dessen bedarf es einerseits grundlegender Maßnahmen, andererseits braucht es aber auch - viel - höhere Realzinsen bei einem Schuldenberg von 391 Prozent des Nationaleinkommens. ftd.de
süddeutsche zeitung

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