Freitag, 15. Juni 2007

Die moralische Konsumrevolution

Für diesen Beitrag wurde ich als Betreiber von LOHAS.de telefonisch interviewt.
Financial Times Deutschland: Der bewusste Konsument ist Mainstream geworden.
Fair gehandelter Kaffee und Biobananen waren nur der Anfang. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass wir gerade den Beginn einer neuen Ära erleben", schreibt das Zukunftsinstitut in seiner Studie "Zielgruppe Lohas - wie der grüne Lifestyle die Märkte erobert". Lohas sind das neue Zauberwort der Branche, erfunden von den US-Soziologen Paul Ray und Ruth Anderson. Lohas bedeutet "Lifestyle of Health and Sustainability", übersetzt etwa "gesunder und nachhaltiger Lebensstil". Lohas sind keine vegan lebenden Ökos mit Naturkautschuksandalen und indischen Tüchern, sondern konsumfreudige, stilbewusste, eher wohlhabende Menschen - und sie senden mit ihrer Kaufentscheidung eine Botschaft aus: Produziert ordentlich, ethisch korrekt, nachhaltig, umweltschonend, sonst ignorieren wir Euch.
Die Amerikaner, in der europäischen Wahrnehmung nicht gerade ein Paradebeispiel für nachhaltiges Wirtschaften, hätten Peter Parwan (Lohas.de) zufolge in den vergangenen Jahren eine unheimliche Aufholjagd hingelegt - und stünden davor, den Weltmarkt aufzurollen. Parwan hält das nicht für einen kurzlebigen Trend, sondern für eine Revolution: "Die Veränderung ist so groß, dass wir uns das noch gar nicht vorstellen können." Es gehe um einen Wertewandel, der das Verhältnis zwischen Konsument und Wirtschaft völlig neu definieren werde. In Zukunft würden sich Käufer und Anbieter auf Augenhöhe gegenüberstehen - und der Kunde deutlich seine über Produktqualität und den Preis hinausgehenden Ansprüche an den Hersteller formulieren.
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